Das hassen Frauen an Männern wie die Pest

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Neulich bin ich auf dieses Video von Peter Frahm gestoßen: „Zehn männliche Unsicherheiten, die Frauen hassen“. Und ja, das Wort „hassen“ im Titel ist übertrieben, das sagt er selbst, aber ich kann das Video halt schlecht in „Zehn männliche Unsicherheiten, die die meisten Frauen relativ schnell wittern und dann aber je nach Frau gelegentlich ablehnen oder auch nicht“ umbenennen. Ja, und als Frau kann ich wahrscheinlich ein Wörtchen mitreden, ob diese männlichen Unsicherheiten Frauen tatsächlich abturnen oder ob sie übertrieben sind oder auch gar keine Rolle spielen. Einen Punkt habe ich aber auf jeden Fall und den lege ich euch wirklich ans Herz. Darum schaut das bitte bis zum Schluss an.

Ja, und ich habe ja schon einige Videos von Peter Frahm gesehen und checkt doch mal seinen Kanal aus. Er analysiert interessante Themen. Ich gehe jetzt auch nicht auf alle zehn Punkte ein, weil einige selbsterklärend sind. Ich picke mal die drei wichtigsten heraus.

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Was entdeckt also Peter Frahm als männliche Unsicherheiten, die Frauen abturnen? Das Video ist vier Jahre alt, aber es ist nach wie vor aktuell. Ja, und by the way, Unsicherheiten haben wir ja alle, auch Frauen. Und natürlich müssen wir nicht 24/7 Stärke und Selbstvertrauen ausstrahlen, Selbstbewusstsein. Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Unsicherheiten, die sich dann in Verhaltensweisen manifestieren und die Frauen an den Männern nicht so attraktiv finden. Und wie immer gilt: Mit Frauen meine ich nie alle Frauen. Wir sind alle unterschiedlich, sondern in der Tendenz. Ja, und Peter nennt als erstes:

Blickkontakt vermeiden

Ja, das finde ich selbsterklärend. Fehlender Blickkontakt ist natürlich ein Zeichen von Unsicherheit, von mangelndem Selbstvertrauen, genauso bei den Frauen.

Nice Guys-Syndrom

Auch das hatte ich schon in einem anderen Beitrag analysiert.

Schüchternheit als Indikator für innere Unsicherheit

Also ich persönlich finde jetzt Schüchternheit nicht per se unattraktiv oder abturnend. Grundsätzlich ist es schon so: Schüchternheit verbinden wir nicht unbedingt mit Männlichkeit, mit Stärke oder hohem Selbstwertgefühl. Schüchternheit deutet oft auf Selbstzweifel hin. Es muss aber nicht sein. Ich finde, es kommt auf den Ursprung der Schüchternheit an. Vor allem wird sie sehr gerne mit Introvertiertheit oder mit Zurückhaltung verwechselt und diese beiden halte ich absolut nicht für negative Charakterzüge. Etwas Zurückhaltung täte nämlich gut einer Frau, die den Gegenpol zu sich selbst sucht. Also, wenn sie selbst gerne im Mittelpunkt steht, schätzt sie es, wenn ihr Partner der zurückhaltende, der ruhige Pol ist. Und es gibt ja sehr oft auch Frauen mit tiefem Selbstwertgefühl, die gerade darum Alpha-Männer auswählen, also Männer, die ein hohes Selbstwertgefühl ausstrahlen, um ihre eigenen Unsicherheiten zu kaschieren oder auch einfach, weil sie sich dann wohlfühlen, weil es ihnen das Gefühl von Sicherheit gibt.

Kraftlose Kommunikation

Hat ja auch mit Augenkontakt zu tun. Aber welchem Punkt ich absolut zustimme, ist dieser:

Bragging/Prahlerei

Ständig beeindrucken wollen. Das ist ein sehr guter Punkt und gut spricht er den an. Bragging ist ein Abturner. Ich kann es nicht anders ausdrücken, sorry. Und ich habe das eben auch schon erlebt, und zwar bei Dates, aber auch bei Geschäftstreffen oder bei Treffen mit Freunden. Und es ist tatsächlich etwas, das ich viel häufiger bei Männern als bei Frauen beobachte. Und es gibt aber einfach Männer, die spüren sich diesbezüglich nicht. Stellt euch das so vor: Man sitzt zum Beispiel beim netten Essen mit einem Mann, der wohl interessiert ist an dir, und ja, er spricht von der Vorspeise bis zum Nachtisch praktisch nur von sich selbst, welche Geschäfte er am Laufen hat, von seinen Erfolgen, und alles an ihm sagt: „Schau, was ich für ein toller Hengst bin.“ Also bei mir war es dann so: Der Abend war fast um und irgendwann meinte er noch: „Aber du hast ja heute gar nichts von dir erzählt.“ Würde man diesen Typ von Männern darauf aufmerksam machen, wären sie wohl total überrascht, weil sie es selbst gar nicht merken. Und ein interessantes Phänomen ist, ich habe dieses Verhalten sehr häufig bei erfolgreichen Männern beobachtet. Der Punkt ist: Wenn du erfolgreich bist, musst du es niemandem beweisen, weder anderen Männern noch einer Frau, mit der du ausgehst. Es gibt einen Grund, warum sie mit dir da ist: Weil sie Interesse hat. Man kann Frauen auch beeindrucken, ohne zu prahlen oder ohne die längste Zeit über seine großartigen Taten zu informieren. Und dann entweder mit materiellen Besitztümern angeben und was sie doch alles schon erreicht haben, und bla bla bla. Und währenddessen hören die Frauen: „Okay, ich bin unsicher, ich bin unsicher. Guck mal hier, ich sehe mich nicht als wertvoll an, deshalb muss ich dir erzählen, wie wertvoll ich dir angeblich bin.“ Ja, wie ich es letztens erwähnt habe: „What you are speaks so loud, I can’t even hear what you’re saying.“ Und so ist es auch. Denn wer permanent den Drang hat, zeigen zu wollen, wie toll er doch ist und wie gut er doch ist, der zeigt damit in Wirklichkeit nur, dass er sich nicht für gut genug hält. Ich bin die Liebste und beste Mensch, darum muss er sich so beeindrucken, damit er eine Chance bei ihr hat. Aber was sexy ist, ist Understatement. Taten für sich sprechen lassen. Und wenn sie es halt nicht mitkriegt, dass du einen Erfolg feierst, dann heißt es eben nicht, sie findet dich darum nicht weniger attraktiv. Kleiner Tipp hier, wie du trotzdem subtil für dich wertvolle Informationen unterbringen kannst, ohne die ganze Zeit davon zu sprechen: Du kannst beispielsweise die Rechnung übernehmen und beiläufig erwähnen, dass du so eben diesen oder jenen Erfolg verbuchen konntest und die Rechnung darum gerne übernimmst. Understatement macht dich interessant. Und bitte nicht falsch verstehen: Zu erzählen, wie gut es gerade läuft oder dass man stolz auf sich selbst ist, ist alles okay. Es kommt darauf an, wie viel Raum das einnimmt in der Konversation. Also wenn die Balance 80/20 ist (80% er, 20% sie), dann läuft alles. Bruder, und deine Frau kann sehr wohl unterscheiden, ob er ganz gewöhnlich über Dinge spricht oder ob er herumprallt, um sie zu beeindrucken.

Auf Shit-Tests reinfallen

Ja, das ist jetzt kein Punkt, den ich persönlich nennen würde. Ich stimme da jetzt auch nicht ganz zu. Ja, es gibt Frauen, die machen solche Tests, wo sie dann eine Art Checkliste abhaken mit Punkten wie zum Beispiel emotionale Stärke etc. Ich habe das jetzt noch nie gemacht, weil ich denke, man spürt doch einfach intuitiv, ob es passt oder nicht, ob man dieselben Werte teilt und dann die gleichen Dinge im Leben glaubt, ob der Humor stimmt, und das passiert ja eher unbewusst. Und was ganz allgemein ist: Ob eine Person emotionale Stärke besitzt, spürt man ja sowieso erst mit der Zeit. Denn emotionale Stärke zeigt sich doch vor allem im Moment oder in Situationen, wo es nicht rund läuft, sondern unter Druck ist, einem schlecht geht, wenn man Schwierigkeiten begegnet im Leben. Ja, und dann zeigt sich doch, wie standfest man ist, wie man mit diesen Problemen umgeht, wie man sie löst.

Hektik in der Körpersprache

Ja, das ist jetzt etwas, das ich unter Männern noch nicht so oft angetroffen habe.

Neid und Eifersucht

Neid und Eifersucht seien ein Indikator für mangelndes Selbstvertrauen, für ein geringes Selbstwertgefühl. Ja, aber ich beobachte das tendenziell bei Frauen häufiger als bei Männern.

Bedürftigkeit

Bedürftigkeit ist ein Hauptfaktor für mangelndes Selbstbewusstsein. Denn wenn du dauernd im „Brauchen“ und im verzweifelten „Haben-wollen“ unterwegs bist, dann bist du nie im „Sein“ zu Hause. Und das bewirkt, dass du wieder eine schlechte Ausstrahlung hast. Die Damen des Schöpfung werden das auch wie „Scheiße am Schuh“ spüren. Und deshalb musst du, wenn du Bock auf Frauen hast, wenn es da besser laufen soll, ein Typ werden, der nicht mehr so bedürftig ist, beziehungsweise optimalerweise überhaupt nicht bedürftig ist, sondern der sagt: „Ja, was soll mir eine Frau bringen? Ich habe alles, was ich brauche, sowieso schon in mir. Ich bin das schon. Ich bin komplett und vollständig.“ Und ja, natürlich habe ich Bock auf Frauen. Das wäre dann noch so ein i-Tüpfelchen oben drauf, aber es ist nicht zwangsläufig nötig. Ich brauche das nicht unbedingt. Ja, stimmt, natürlich ist das Leben schöner zu zweit und ich würde es jedem empfehlen, trotz negativer Erfahrungen, die man vielleicht schon im Leben gemacht hat. Die habe auch ich gemacht, aber mit dem richtigen Partner an seiner Seite ist man ausgeglichener, man hat mehr Halt im Leben. Das ist schon meine persönliche Überzeugung. Und eine Person, die man liebt, die inspiriert einen auch, sich selbst zu verbessern. Aber man ist auch ein komplettes Individuum als Single-Person. Man funktioniert auch ohne Partner. Man wird auch ohne Beziehung ein zufriedenes Leben führen. Wenn es aber an einen Punkt kommt, wo die Frau spürt, dass der Mann bedürftig ist, also ein bisschen wie ein erwachsenes Kind, dann verliert er für sie an Attraktivität. Sie will einen Mann und kein Kind. Oder auch, wenn du ihr die ganze Zeit den Eindruck gibst, dass du so glücklich bist, dass sie dir eine Chance gegeben hat, weil du eigentlich gar nicht verdienst. Vor allem heiße Frauen, die jetzt begehrt von Männern sind und viele Optionen mit Männern haben, die sind so gelangweilt von den meisten Typen und suchen praktisch die ganze Zeit nach dieser Ausnahme: „Endlich mal ein Typ, der nicht so ist, endlich mal ein Typ, der cool ist und der mal ein bisschen eine Herausforderung ist.“ Und deshalb landen viele Frauen ja auch bei Bad Boys und Arschgeigen, weil die eben diese Bedürftigkeit nicht haben. Ja, natürlich hat es mit Herausforderung zu tun. Wenn sie sich zu sicher ist, verliert sie das Interesse. Ja, und bei Frauen wird Bedürftigkeit eher verziehen als bei den Männern, weil Männer ja tendenziell den natürlichen Instinkt haben, zu beschützen und für die Frau zu sorgen. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass man als Gesellschaft das vielleicht von den Männern eher erwartet als von den Frauen. Ja, und natürlich wollen wir gut behandelt und respektiert werden, aber mach dich nicht kleiner. Dafür immer nur Rücksicht nehmen, auf alle möglichen Wünsche und Bedürfnisse einer Frau eingehen, das ist nicht förderlich. Frauen finden Männer attraktiv, die auch Grenzen setzen, die auch nein sagen, die einstehen für das, woran sie glauben, die dann Verantwortung übernehmen. Das ist vertrauenswürdig und das verbinden wir halt mit Sicherheit.

Dressur als Anlehnung an das Buch von Esther Vilar: „Der dressierte Mann“

Das verdient extra Aufmerksamkeit, denn ich beobachte es relativ häufig und liege wahrscheinlich nicht ganz falsch, wenn ich sage, das ist keine so gute Basis. Natürlich gehören Kompromisse dazu zwischen zwei Menschen, sei es beim Dating oder in Beziehungen. Man geht aufeinander zu, man ändert vielleicht einfach Verhalten, wenn es tatsächlich verbesserungswürdig ist. Aber sich so sehr anzupassen, um jemand zu sein, der man nicht ist, nur um eine Frau zu beeindrucken oder zu kriegen, sich verbiegen, nur um jemanden zu gefallen oder damit man Chancen hat, das geht nicht auf. Ich habe das manchmal schon beobachtet bei Männern, die gleichen sich so an ihre Wunschpartnerin an, bis fast nichts Eigenes mehr übrig ist. Dann fehlen Reibungspunkte. Behaltet eure Individualität, denn nur wenn ihr sie euch behaltet, seid ihr auch spannend. Man fühlt sich zu einer Person hingezogen, weil sie spannend ist. Und darum, und das ist jetzt meine ganz persönliche Botschaft für heute: Eigentlich sollten wir uns gar nicht so sehr Gedanken machen, was Frauen abturnt oder was Männer abturnt. Was viel wichtiger ist, ist sich selbst hier und da zu hinterfragen, kritisch mit sich selbst zu sein. Bin ich die Person, die ich immer sein wollte? Habe ich mich in meinem Leben verwirklicht? Bin ich zufrieden mit mir und mit meiner persönlichen Entwicklung? Ich denke, das sollte das Ziel eines jeden sein, ganz unabhängig vom Geschlecht und unabhängig von Partnerschaft oder Liebe. Denn was man an sich selbst verbessert, das tut man für sich selbst und für niemand anderen. Und so behält man sich auch seine individuelle Würde. Oder stimmt ihr mir zu? Habe ich was Wichtiges vergessen?

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