Das macht Männer unsympathisch

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Es gibt fünf Verhaltensweisen oder Angewohnheiten von Männern, die sie extrem unsympathisch machen. Manchmal ist man sich dieses Verhaltens selbst gar nicht bewusst, und darum bin ich hier, um ein paar Impulse zu geben. Keine Angst, am Schluss gibt’s keinen Test.

Der fünfte Punkt ist aus meiner Sicht der unschönste. Wie immer gilt: Diese Verhaltensweisen sind nicht bei allen Männern anzutreffen. Die allermeisten Männer sind respektvoll und legen diese Verhaltensweisen nicht an den Tag. Aber manche neigen zu diesen Angewohnheiten, die nicht nur für Beziehungen, sondern vor allem auch für sie selbst und ihr eigenes Wohlbefinden nicht hilfreich sind.

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Ja, sicher wurde euch oft schon gesagt, dass ihr euch nicht um die Meinung anderer kümmern solltet und dass es egal ist, was andere von euch denken. Natürlich stimmt das, aber euer Wohlbefinden kann trotzdem davon beeinflusst werden, wie andere euch wahrnehmen, besonders wenn es sich um Personen handelt, die euch nahe stehen, die euch viel bedeuten, also Familie, Freunde etc. Das Gute ist: Es liegt in eurer Macht, diese Verhaltensweisen zu ändern.

Das erste Verhalten, das einen Mann unsympathisch macht, ist relativ harmlos, aber trotzdem verbreitet: wenn er ständig nur über sich selbst spricht. Natürlich ist es wichtig, sich selbst auszudrücken, aber es kommt auf die Balance an. Wenn ich dieses Verhalten beobachte, dann oft bei Männern, die etwas reifer sind und die ein großes Maß an Selbstzentriertheit zeigen und sich selbst als tollen Hengst betrachten. Wenn jemand nur darüber spricht, wie großartig er ist, und kein großes Interesse an anderen zeigt, keine Fragen ans Gegenüber stellt, nie nachhakt – sagen wir es, wie es ist: Dann ist die Person ein Egoist. Jeder hat ein gewisses Maß an Egoismus in sich, und das ist gut. Aber Leute, die sich ständig in den Mittelpunkt der Konversation stellen – und ich kenne wirklich solche Männer – sind unsympathisch. Da hat man auch keine große Lust, in ihrer Gesellschaft zu sein.

Ich habe einen Bekannten in meinem Umfeld, und immer, wenn man sich trifft, zum Abendessen oder so, erzählt er die ganze Zeit nur von sich selbst. Seine Frau kommt kaum zu Wort, und wenn, dann fällt er ihr ins Wort und reißt das Thema wieder an sich. Da merkt er es selbst nicht. Dieses selbstzentrierte Verhalten kann natürlich dazu führen, dass andere sich nicht gehört oder nicht geschätzt fühlen. Grundsätzlich neigen Menschen, die nur über sich selbst reden, dazu, weniger auf die Bedürfnisse und die Gefühle anderer einzugehen. Es macht dich so viel sympathischer, wenn du anderen aktiv zuhörst, Interesse an ihren Perspektiven und ihrem Leben zeigst und auch sie in den Mittelpunkt der Konversation rückst, statt ständig nur dich.

Ein weiteres Verhalten, das ich bei manchen Männern beobachte, ist das Rechthaber-Phänomen. Manche Männer können partout nie Unrecht haben, selbst wenn sie offensichtlich falsch liegen. Stellt euch einen Mann vor, der in einer Diskussion beharrlich darauf besteht, dass seine Meinung die einzig richtige ist, selbst wenn ganz klare Fakten das Gegenteil zeigen. Auch dieses Verhalten wird oft durch ein übermäßiges Ego geprägt. Ego und Stolz stehen da im Weg, Fehler zuzugeben. Diese Person ist immun gegen Selbstreflexion und wird bei Kritik sogar wütend. Die Unfähigkeit, Fehler einzugestehen, erschwert jede Diskussion. Natürlich sind wir alle nicht perfekt und machen Fehler, aber Fehler einzugestehen und aus ihnen zu lernen, gehört zur persönlichen Entwicklung.

Der Kontrollverlust über Emotionen: Manche Männer haben große Mühe, ihre Emotionen zu kontrollieren, und reagieren bei kleinsten Frustrationen laut oder ausfallend. Das ist sehr unsympathisch. Dieses Verhalten kann zur Gewohnheit werden, insbesondere wenn es nicht aktiv angegangen wird. Anger Issues – also Probleme mit unbeherrschten Wutausbrüchen – schaffen selten eine Lösung, sondern verschärfen oft die Situation. Emotionen zu regulieren erfordert Selbstbeherrschung und die Fähigkeit, auch unter Druck ruhig zu bleiben. Ich weiß, es ist nicht immer einfach, und das gilt für Frauen genauso. Aber es ist eine unglaublich starke Eigenschaft. Indem man lernt, Emotionen zu kanalisieren und in konstruktive Bahnen zu lenken, kann man nicht nur persönlich wachsen, sondern auch das Miteinander in Beziehungen verbessern.

Ein relativ neues Phänomen – historisch gesehen – das nicht zu Sympathiepunkten beiträgt, sondern einen Mann unsympathisch macht, ist das ständige Verbreiten von Negativität und unkonstruktiver Kritik, insbesondere auf Online-Plattformen. Natürlich ist das, wie alle anderen Punkte auch, kein Verhalten, das nur auf Männer beschränkt ist. Aber heute nehmen wir uns unsympathische männliche Verhaltensweisen unter die Lupe, wie wir es auch bei den Ladies tun. Das ist eines davon, auch wenn es meist anonym ist. Ich habe Beweise in meiner Kommentarspalte. Ich betone, die große Mehrheit der Zuschauer ist positiv gestimmt und kommentiert konstruktiv, und dafür bedanke ich mich bei euch. Natürlich haben manche Menschen aufgrund schlechter Erfahrungen einen Frust gegenüber Frauen entwickelt und halten die ganzen Mann-Frau-Themen für unnötig. Das ist okay, und ich verstehe das auch. Ich bin sehr dafür, dass man auch in Online-Kommentaren seine Probleme beschreiben darf, auch seinen Frust rauslassen. Gar keine Frage. Wer meint, ich wolle immer nur positive Kommentare zu allem, was ich sage, der versteht mich falsch. Aber es gibt einige, die ständig nur Negativität verbreiten, unter jedem Beitrag. Mich stört das jetzt nicht so sehr, aber es tangiert Leute, die hier positiv gestimmt sind, die herkommen, um Rat zu holen oder die etwas besser verstehen wollen. Niemand will ständig von Negativität umgeben sein. Das macht die Person, die diese verbreitet, einfach unsympathisch, und es wirkt sich auch auf das reale Leben aus. Negative Gedanken und Einstellungen können zu einem ganz allgemeinen Gefühl der Unzufriedenheit führen. Es macht einen Mann so viel sympathischer, wenn er Positivität ausstrahlt und konstruktive Interaktionen fördert.

Der letzte Punkt ist mir besonders wichtig. Es gibt Männer, die sich ihres Verhaltens einer Frau gegenüber bewusst sind und versuchen, ihr gegenüber respektvoll zu sein und nicht in einer negativen Art entgegenzutreten. Dann gibt es Männer, die wie eine Gewohnheit entwickelt haben, eine herabsetzende Attitüde an den Tag zu legen, besonders ihrer Partnerin gegenüber. Natürlich bekommt das Umfeld es mit. Nein, ich spreche jetzt nicht von Frauen, die völlig unrealistische Erwartungen an den Partner haben oder sich selbst respektlos verhalten, sondern ich spreche von Frauen, die gute und faire Partnerinnen sind. Es gibt Situationen, in denen manche Männer sich ihrer Frau gegenüber intellektuell überlegen fühlen und dies auf verletzende Weise zeigen. Das kann sein, wenn sie aufgrund ihres technischen Wissens Dinge rascher begreifen und dann erwarten, dass ihre Partnerin Dinge genauso schnell versteht wie sie selbst, und sich ärgern, wenn das nicht der Fall ist. Dabei können herablassende Bemerkungen fallen wie: „Wie kannst du nur so dumm fragen? Du hast wirklich von nichts eine Ahnung.“ Oder ein anderes Beispiel: Man hat Gäste zum Abendessen und er legt eine herabsetzende Haltung ihr gegenüber an den Tag und sagt: „Hop, hop, hop, wo bleibt das Essen? Wir warten schon lange auf den nächsten Gang.“ Ich habe neulich bei Bekannten eine solche Situation beobachtet, und alle am Tisch haben dann etwas betreten auf den Teller gestarrt, weil es halt einfach nicht in den schönen Abend passte und sie sich den ganzen Abend als tolle Gastgeberin Mühe gab. Solche Dinge können das Selbstwertgefühl der Partnerin verletzen und die Atmosphäre des Abends belasten.

Ja, diese Attitüde kann verschiedene Ursachen haben: Erziehung, eigene Unsicherheiten und Komplexe. Manche wollen das kompensieren und das kann sich in herablassendem Verhalten gegenüber ihren Partnerinnen äußern, um ihre eigene Unsicherheit zu kaschieren. Auch mangelnde Kommunikationsfähigkeit kann ein Grund sein. Dadurch kann man seine Frustrationen oder Enttäuschungen nicht konstruktiv ausdrücken und neigt dazu, die Partnerin zu kritisieren. Wenn das passiert, ist die Partnerin dieses Verhaltens oftmals gewohnt. Sie nimmt es vielleicht gar nicht mehr wahr oder nicht mehr ernst, oder sie schluckt es runter und verdrängt es. Aber deswegen ist es nicht weniger schlimm. Dieses Verhalten kann auch bewirken, dass andere, wenn sie es mitkriegen, diesen Mann unsympathisch finden – oder zumindest diesen Wesenszug. Denn man kann Leute auch mögen und schätzen, aber diesen einen Wesenszug unsympathisch finden.

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