Das passiert der Mehrheit der Frauen, die Affären haben, und zwar aus evolutionsbiologischer Sicht erklärt. Willkommen zurück, liebe Freunde! Heute ein sehr interessantes Thema aus evolutionsbiologischer Perspektive. Etwas, das der großen Mehrheit der Frauen passiert, die Affären haben.
Ich habe dazu die Expertise von Dr. David Buss gesehen, bei Mo Podcast. Buss ist ein renommierter Evolutionspsychologe. Er hat sehr, sehr viel über Themen wie Wahl, Eifersucht und menschliches Verhalten geforscht und geschrieben. Also, er ist wirklich eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Mit diesem Video möchte ich nicht Frauen in ein schlechtes Licht rücken oder irgendeine Schuld auf sie schieben. Was Dr. Buss hier erklärt, ist eine einfach interessante wissenschaftliche Theorie, basierend auf evolutionären Prinzipien.
Mein Ziel ist auch nicht, euch davon abzuhalten, an Beziehungen zu glauben. Im Gegenteil, das wisst ihr. Es geht vielmehr darum, zu verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie es tun, und wie unterschiedliche psychologische Theorien dabei helfen können, besser zu verstehen, was hinter bestimmten Verhaltensweisen steckt. Dazu bin ich ja hier, um ein besseres Verständnis zu schaffen zwischen Mann und Frau. Falls euch das Video am Ende gefällt, teilt es gerne mit Leuten, die davon profitieren könnten.
Aus Zeitgründen werde ich jetzt nicht alles erläutern. Ich werde die Keypoints von Dr. David Buss zusammenfassen und danach meine weibliche Perspektive dazu sagen. Zuerst geht es in dem Gespräch darum, warum Männer Affären haben. Einen ähnlichen Artikel habe ich ja schon mal geschrieben. Laut Dr. Buss ist der Hauptgrund der Wunsch nach sexueller Vielfalt und neuen Reizen.
Männer sind evolutionär darauf programmiert, Gelegenheiten für unkomplizierten, auch risikofreien Sex zu nutzen. Sie reagieren stark auf Chancen und Möglichkeiten, vor allem wenn diese unkompliziert sind und zu keinen Verpflichtungen führen. Frauen hingegen, sagt er, haben weniger oft das Motiv der sexuellen Vielfalt. Stattdessen war lange die Theorie populär, dass Frauen einer dualen Paarungsstrategie folgen. Von dieser Theorie ist der Psychologe aber aufgrund neuer Forschung heute abgekommen. Er hat eine neue, spannende These.
Lange Zeit war unter Wissenschaftlern die Theorie populär, dass Frauen einer dualen Paarungsstrategie folgen. Was ist das? Sie suchen emotionale Sicherheit und Ressourcen von ihrem Hauptpartner und haben Sex mit einem anderen Mann, der gute Gene hat. Diese Theorie erklärt, warum Frauen während ihrer fruchtbaren Phase eher mit genetisch attraktiven Männern Sex haben. Als Beispiel erklärt Buss: Sie heiratet den Mann, der ein guter Vater sein wird, ehrlich, zuverlässig, vertrauenswürdig. Und sie möchte Sex mit dem Bad Boy haben. Der ist halt spannend, gut aussehend, leicht arrogant, risikofreudig, mit markanteren männlichen Zügen. Das ist die duale Paarungsstrategie.
Allerdings, wie gesagt, zweifelt der Psychologe mittlerweile an dieser Theorie und schlägt eine alternative Erklärung vor: die Mate-Switching-Hypothese, also die Partnerwechselstrategie oder Partneraustauschstrategie. Buss argumentiert, dass Frauen oft Affären eingehen, weil sie unzufrieden mit ihrer Hauptbeziehung sind – emotional und sexuell. Das ist ja altbekannt. Aber das Interessante dabei sei: Das trifft auf Frauen zu, aber nicht auf Männer. Männer, die Affären haben, sind nicht zwingend unzufriedener in ihrer Beziehung als Männer, die treu bleiben. Laut Forschung gibt es keinen Unterschied in der Zufriedenheit mit ihrer Beziehung.
Frauen hingegen, die Affären haben, sind in der Regel deutlich unglücklicher in ihrer Hauptbeziehung – viel unglücklicher als Frauen, die keine Affären haben. Da haben wir sie wieder: Geschlechterunterschiede, die es ja angeblich nicht gibt. Weiter sagt er: Frauen sind emotional oft sehr viel stärker in ihre Affären involviert. In den meisten Fällen verlieben sich Frauen in ihren Affärenpartner oder entwickeln starke emotionale Bindungen, was bei Männern deutlich seltener der Fall ist. Laut Buss’ Forschung verlieben sich 79 % der Frauen und nur 30 % der Männer in die Affäre.
Wenn Frauen fremdgehen, dann haben sie auch das Ziel, sich langfristig von ihrem Hauptpartner zu lösen und mit dem Affärenpartner eine neue Beziehung einzugehen. Das entspricht der sogenannten Mate-Switching-Hypothese. Frauen suchen sich also während einer Affäre potenziell einen neuen Partner aus, weil sie hoffen, dass dieser in emotionaler, sexueller oder sozialer Hinsicht besser zu ihnen passt.
Die Theorie der dualen Paarungsstrategie erklärt hingegen das Fremdgehen als rein genetische Motivation. Frauen würden demnach versuchen, die besten Gene für ihren Nachwuchs zu bekommen, während sie sich gleichzeitig die langfristige Unterstützung eines anderen Mannes sichern. Doch Dr. Buss betont, dass neue Studien zeigen, dass Frauen, die Affären eingehen, oft gar nicht an einem „Gen-Upgrade“ interessiert sind. Stattdessen haben sie ein emotionales und soziales Bedürfnis, das von ihrem Hauptpartner nicht erfüllt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Buss anspricht, ist die Evolution der menschlichen Sexualität. Er erklärt, dass Frauen während einer Affäre unbewusst Risiken eingehen, weil sie sich nicht nur einem emotionalen, sondern auch einem sozialen und gesellschaftlichen Druck aussetzen. Die Konsequenzen, die Frauen historisch für Untreue erleiden mussten, waren oft schwerwiegender als für Männer. Dennoch zeigt die Forschung, dass Frauen trotz dieser Risiken bereit sind, ihre Hauptbeziehung zu verlassen, wenn sie glauben, dass eine andere Partnerschaft eine bessere Zukunft bietet.
Interessant ist auch, dass Frauen laut Dr. Buss ihre Affären strategischer angehen als Männer. Sie denken langfristiger und überlegen genau, wie sie sich aus ihrer Hauptbeziehung lösen können, ohne größere Nachteile zu erleiden. Dazu gehört auch, dass Frauen oft warten, bis sie sicher sind, dass der neue Partner sie nicht nur emotional, sondern auch in praktischen Aspekten des Lebens unterstützen kann.
Natürlich sind diese Theorien nicht allgemeingültig, und jede Beziehung ist individuell. Aber die Forschungen von Dr. Buss bieten spannende Einblicke in die psychologischen und evolutionären Mechanismen, die hinter menschlichem Verhalten stehen. Es geht nicht darum, Frauen oder Männer zu verurteilen, sondern um ein besseres Verständnis für die Dynamik von Beziehungen.
Abschließend möchte ich betonen, dass die Ansichten von Dr. Buss auf seinen eigenen Forschungen und Theorien basieren. Jeder Mensch ist einzigartig, und Verhalten lässt sich nicht allein durch biologische oder psychologische Erklärungen bestimmen. Dennoch bietet diese Perspektive interessante Denkanstöße, die uns helfen können, menschliches Verhalten besser zu verstehen.
Was haltet ihr von der Theorie der Mate-Switching-Hypothese? Findet ihr, dass sie plausibel klingt, oder habt ihr vielleicht eine andere Meinung dazu? Schreibt mir eure Gedanken gerne in die Kommentare, und lasst uns darüber diskutieren!













