Schäden, die durch Pornos entstehen können

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viele Männer erkennen dieses Problem nicht, bis sie vielleicht älter sind oder es schon zu spät ist, sie schon in diesen Teufelskreis geraten sind. Und vielleicht geht es dir auch oft so, dass du dich matt und abgeschlagen fühlst, generell antriebslos, vielleicht sogar depressiv. Dieser Zustand kann verschiedene Gründe haben, einer davon ist Pornokonsum. Mit diesem Video möchte ich ein Licht werfen auf die gefährlichen und schädlichen Konsequenzen, die regelmäßiger Pornokonsum haben kann – von der Beeinträchtigung der mentalen Gesundheit bis hin zu Impotenz. Und wir schauen uns an, wie du diesen Teufelskreis durchbrechen kannst, falls es dich betrifft. Willkommen zurück, liebe Freunde!

Vielleicht habt ihr es ja auch schon gesehen: Überall liest man Überschriften wie „Machen Pornos impotent?“, „Erektionsstörungen durch Pornos“, „Die Nachteile, wenn Männer digitale Pornografie konsumieren“. Millionen Männer leiden an Erektionsstörungen. Laut welt.de sind es 6 bis 8 Millionen in Deutschland, Tendenz steigend. Man nimmt an, dass es noch viele mehr sind, aber sie sind nirgendwo erfasst, weil sie es nicht melden oder nicht darüber sprechen. Auf jeden Fall sind das sehr viele. Es gibt dafür verschiedene Gründe, ein Grund ist regelmäßiger oder übermäßiger Pornokonsum. Männer sind viel mehr betroffen als Frauen. Ja, und als Frau habe ich hier natürlich eine begrenzte Perspektive und darum halte ich mich einfach an die wissenschaftlichen Daten. Ich habe zum Thema recherchiert und stelle euch heute zahlreiche Artikel und psychologische Studien vor – was Urologen sagen und auch zwei bekannte Psychologen und Neurowissenschaftler, damit ihr einen umfassenden Überblick habt.

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Wir schauen uns an, wie regelmäßiger Pornokonsum die Erregungsmuster in deinem Hirn umprogrammiert, zu welchen problematischen Folgen bis hin zu Impotenz es führen kann und was du dagegen tun kannst, um aus der Spirale auszubrechen, falls es dich betrifft. Pornografie ist ja kein neues Phänomen. Schon in antiken Kulturen gab es Darstellungen sexueller Handlungen in Kunst und Literatur. Wie viele Dinge hat sich auch der Konsum von Pornografie durch die Technologie stark verändert, und die größte Veränderung kam mit dem Internet in den 90er Jahren. Männer waren schon immer hypersexuell, aber mit dem Aufkommen vom Internet, von Smartphones, aber auch von Plattformen wie Pornhub, TikTok und OnlyFans – all diese Dinge – gibt es nun einen Überfluss an solchen Inhalten, auf die man ganz einfach zugreifen kann. Es gibt keine Hürde mehr, alles ist sofort konsumierbar, praktisch unbegrenzt und anonym. Ein Klick und schon ist man mittendrin, zumindest visuell. Auch immer jüngere Menschen sind dem ausgesetzt und müssen damit klarkommen.

Männer konsumieren Pornos aus Langeweile oder um Stress abzubauen. In Gesprächen haben mir Männer auch erzählt, dass sie sie schauen, weil es etwas Neues sei oder etwas, das sie bei der Partnerin nicht haben können. Auch sei es extrem verlockend, weil man halt das Material exakt auf seine Wünsche zugeschnitten auswählen kann – eben ganz einfach und anonym, ohne sich irgendwo registrieren zu müssen. Es gibt Männer, die argumentieren, es sei ja nicht viel anders als früher, da hätten sie ja auch als sie jung waren Magazine unter dem Bett gehabt oder Kataloge mit Frauen in Unterwäsche angeschaut. Aber das ist halt schon nicht dasselbe. Du hattest vielleicht unterm Bett ein solches Heft, und diese Hefte haben eher normale Frauen und normale sexuelle Szenen abgebildet. Das ist weit entfernt von der endlosen Fülle an Szenen, die Pornos heute anbieten.

Auf jeden Fall kann regelmäßiger sowie übermäßiger Konsum dazu führen, dass man die Kontrolle über seine Bedürfnisse verliert – über den Verstand und auch über den Körper. Viele Männer erkennen diesen Kontrollverlust gar nicht, bis sie vielleicht älter sind oder es zu spät ist, sie also schon in diesen Teufelskreis geraten sind. Aber die gute Nachricht: Es ist möglich, sich daraus zu befreien, und wie man das tut, dazu später. Zuerst: Warum ist denn gerade Internetpornografie so reizvoll?

Vielleicht habt ihr schon von dem Coolidge-Effekt gehört. Kurz gefasst, beschreibt es die Seite „Your Brain on Porn“ so: Die Menge an Dopamin nimmt mit dem aktuellen Partner ab, schießt aber mit einem neuen Partner in die Höhe. Übertragen auf die Internetpornografie heißt das, man findet da eine endlose Auswahl immer neuer Inhalte – Millionen von Videos mit unterschiedlichen Darstellern und Szenarien. Wie bei Zucker, Zigaretten oder Alkohol findet ein Belohnungssystem im Hirn statt. Die Dopaminausschüttung im Gehirn sorgt bei Pornos für ein starkes Lustgefühl. Diese sofortige Befriedigung verstärkt die Wirkung des Coolidge-Effekts, da das Gehirn ständig neue Reize verarbeiten und darauf reagieren kann. Man braucht also immer wieder etwas Neues. Das Hirn sehnt sich danach und verlangt nach Neuem, weil es sich daran gewöhnt und es keinen Kick mehr bewirkt. Wenn du vielleicht gerade eine stressige Zeit im Leben hast, vieles läuft vielleicht nicht so gut, sagt dein Gehirn dir dann: „Tu das wieder, es hat ja das letzte Mal beim Abschalten geholfen.“

Ein kleines Beispiel: Tom schaut sich typische Pornos an und empfindet sie als sehr erregend. Er braucht nicht viel, um in Stimmung zu kommen. Nach ein paar Wochen merkt er, dass ihm die gleichen Szenen nicht mehr so einen Kick geben wie vorher. Sein Gehirn hat sich an diese Reize gewöhnt. Um die gleiche Erregung zu erreichen, sucht er dann nach intensiveren oder extremeren Inhalten. Vielleicht braucht er jetzt statt Soft-Pornos Hardcore oder sogar schockierende Szenen mit Gewalt oder mit Erniedrigung. Er findet dann diese neuen, intensiveren Reize zuerst aufregend, aber nach einiger Zeit gewöhnt sich Toms Gehirn auch daran, und er muss immer noch extremere Szenen suchen, um erregt zu werden. Das Gehirn ist zwar in der Lage, neue Reize zu verarbeiten, aber es hat seine Grenzen. Der pausenlose Konsum und die ständige Überstimulation kann zu einer Erschöpfung des Belohnungssystems führen.

Und falls euch solche Themen gefallen, macht doch gerne ein Like und ein Abo und empfehlt meinen Kanal gerne weiter. Das ist die beste Unterstützung, die ihr mir geben könnt. Übrigens hat mir jemand von euch via Instagram diesen Themenvorschlag gegeben – danke schön! Und folgt mir gerne dort für weitere Anregungen. Und wenn ihr schon mal hier seid, könnt ihr euch auch gerne mein neuestes Video anschauen: „Darum heiraten Männer nicht oder nicht mehr“. Hat nicht direkt was mit Potenz zu tun oder Impotenz, aber vielleicht findet ihr ja dort die Antwort auf die großen Fragen des Lebens. Ich habe es euch in der Beschreibung verlinkt.

Ja, und meine Frage an euch: Wie geht es euch denn mit dem Thema Pornografie? Ich weiß, das ist ein sehr, sehr persönliches und privates Feld, aber ist das etwas, das euch konstant begleitet? Habt ihr selbst damit Erfahrungen gemacht, wie es sich entwickelt hat? Wie gesagt, ich habe hier als Frau nur einen begrenzten Einblick, aber vielleicht können eure Erfahrungen für andere von Wert sein. Teilt sie gerne.

Dr. Jordan Peterson sagt: „Es ist ein Übermaß an hedonistischem Vergnügen. Es ist asozial und es stellt nicht die Art von Handlung dar, die die Grundlage für funktionale Beziehungen legt. Es trainiert dich sexuell darauf, nur auf Pornografie zu reagieren. Es erfordert, dass du immer neuartige Reize konsumierst, um denselben Kick zu bekommen, während sich deine Gewohnheit entwickelt. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit von Impotenz im realen Leben. Es gibt nichts daran, das gut ist. Für junge Männer ist es heute möglich, mehr schöne nackte Frauen an einem Tag anzusehen, als Männer jemals zuvor gesehen haben. Und zu denken, dass das nichts mit dir anstellt, ist falsch. Es tut etwas mit dir. Ersetze nicht das Echte durch das Falsche und unterschätze nicht den Nutzen von Entbehrung. Eine gewisse Entbehrung bringt uns im Leben voran.“

Der Neurowissenschaftler Dr. Andrew Huberman betrachtet es aus einer biologischen Perspektive: „Pornografie ist nicht ein guter oder schlechter Reiz. Seine Verfügbarkeit und seine extremen Formen sind ein sehr mächtiger Anreiz. Und sehr mächtige Anreize, wie auch extrem schmackhaftes Essen, extreme Erfahrungen wie Bungee Jumping oder extreme Pornografie, setzen einen Schwellenwert für die Dopaminausschüttung. Je höher der Dopaminspiegel, desto größer der Absturz danach. Und es ist kein Absturz auf die Basislinie, sondern du fällst unter die Basislinie. Es ist nicht gut oder schlecht, man muss es kontrollieren.“ Das also die Sicht von zwei bekannten Wissenschaftlern.

Laut einer belgischen Studie gaben Männer an, dass sie extremere Pornos schauen müssen, um überhaupt noch in einen Erregungszustand zu kommen. 90% der Probanden würden auch regelmäßig vorspulen, um die sexuell aufregendsten Szenen möglichst schnell sehen zu können. Was für Konsequenzen kann Pornokonsum haben? Es gibt meistens nicht plötzlich den einen Auslöser, der vielleicht wie ein Weckruf ist, sondern es ergibt sich langsam über einen längeren Zeitraum. Natürlich ist das bei jedem Individuum unterschiedlich. Psychology Today stellt eine groß angelegte Studie vor, in der intensive Pornonutzer von Folgen berichten wie ein geringes Selbstwertgefühl oder psychische Problem wie Depressionen. Sie berichten auch, dass ihre Beziehungen in die Brüche gegangen sind. Der regelmäßige Konsum kann, muss nicht, aber kann auch physiologische Auswirkungen haben, darunter Erektionsstörungen bis hin zu Impotenz. Wie auch Peterson erklärt, ergab eine niederländische Untersuchung, dass je mehr Sexfilme konsumiert wurden, desto eher Probleme mit der Erektion auftraten.

Natürlich kann es auch die Partnerschaft belasten. Es ist ein Stressfaktor, wenn du als Mann merkst, dass du nicht mehr richtig performen kannst oder du nicht mehr bei der Sache bist. Realer Sex mit der Partnerin interessiert dich vielleicht gar nicht mehr so sehr, weil die Reize nur noch vor dem Bildschirm zustande kommen und nicht mehr mit der Partnerin. Das Erlebnis mit einer realen Frau kann nicht die gleiche Intensität bieten wie die extremen Inhalte, die man online konsumiert. Und jetzt kann man sagen, für Menschen, die weder in einer Beziehung sind noch Interesse an Dating oder Frauen haben, kann es ja egal sein, wie man performt. Klar, das kann man so sehen, aber das ist für viele gar nicht das Hauptproblem. Es geht ja viel weiter, nämlich darum, was es mit einem selbst und mit deiner Gesundheit macht.

Was kannst du dagegen tun? Wir haben jetzt auch eine gute Nachricht: Eine Urologin erklärt bei Welt, dass die Erregungsmuster in unserem Hirn nicht unveränderlich sind. Die sexuelle Erregung kann neu konditioniert werden, zum Beispiel durch Therapie. Oder wenn man das Problem bei sich festgestellt hat, kann man auch selbst versuchen, seinen Konsum zu reduzieren oder ganz damit aufzuhören. So werden die dominanten Erregungsmuster weniger oft im Gehirn nachgebildet, sagt die Expertin. Man kann sich also selbst entwöhnen, wie beispielsweise ein Raucher, der Schritt für Schritt seine Zigaretten reduziert und irgendwann ganz aufhört.

Man muss jetzt auch nicht päpstlicher sein als der Papst. Es ist wohl kein Problem, wenn man hier und da mal einen Porno konsumiert. Aber bei regelmäßigem oder erhöhtem Konsum sollte man sich bewusst sein, dass es etwas mit deinem Hirn macht, anhand aller Daten, die wir uns heute angesehen haben. Es ist wie bei allem: Man sollte einfach das richtige Maß finden und ist sicher gut beraten, die Risiken nicht zu unterschätzen und sich mögliche Folgen bewusst zu machen. Dafür bin ich ja hier. Ich hoffe, ich konnte mit diesem Video ein bisschen dazu beitragen. Lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen.

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