Was Männer auf Datingseiten falsch machen

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Eines ist mal klar: Männer haben es auf Datingseiten enorm viel schwerer, als Frauen. Oder sagen wir mal so: Sie haben andere Probleme. Während Männer eher wenige Kontaktanfragen erhalten, bekommen Frauen oftmals sehr viele. Zudem scheinen Frauen ultra-wählerisch und kritisch zu sein. Kaum hat man ein oder zwei Worte gewechselt, schon wird man auf’s Abstellgleis geschoben. Manch ein Mann, dem das immer wieder widerfährt glaubt bald, nicht begehrenswert oder attraktiv genug zu sein.

Und dann gibt es Männer, die scheinbar reihenweise Frauen abschleppen. Woran liegt das?

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Des Rätsels Lösung ist eigentlich ganz einfach. In einem anderen Zusammenhang habe ich das Problem und seine Ursachen schon einmal auf dieser Seite beschrieben. Obwohl wir Menschen uns als Homo Sapiens, also als vernunftbegabte Gattung bezeichnen, nutzen wir unsere Vernunft in Wirklichkeit nur ganz selten. Insbesondere bei Entscheidungsfindungen ist das so.

Fast immer funken uns uralte Ur-Instinkte dazwischen und beraten uns zu Handlungen, die – offenkundig betrachtet – oftmals irrational sind. Menschen lassen sich aufgrund des sogenannten Herdentriebs, wochenlang einsperren, verbergen ihre Gesichter hinter völlig nutzlosen Masken und lassen sich ein, kaum erprobtes Medikament injizieren.

Urinstinkte sind so mächtig, weil in in grauer Vorzeit einmal überlebenswichtig für uns waren. Ohne sie wären wir als Menschen nie durch die Evolution gekommen.

Einer unserer stärksten Urinstinkte ist der Fortpflanzungstrieb. Die Sexualität und damit die Partnerwahl, ist sozusagen eine „Unterkategorie“ dieses Fortpflanzungstriebs.

Mit anderen Worten: Ganz egal, welche Ziele wir uns bewusst bei der Partnerwahl vornehmen – siegen werden am Ende unsere Instinkte. Und das tun sie fast immer. Hier ist auch der Grund dafür zu finden, warum Frauen immer von treuen und liebevollen Partnern träumen und sich am Ende einem „Arschloch“ an den Hals werfen.

Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Damit kann man arbeiten.

Zunächst einmal müssen wir uns klar machen, nach welchen Kriterien eine Frau WIRKLICH ihren Partner aussucht. Um das herauszufinden, müssen wir wissen, was für Frauen in grauer Vorzeit überlebenswichtig war.

War eine Frau erst einmal schwanger, war sie auf Gedeih und Verderb auf den Vater ihres ungeborenen Kindes angewiesen. Diese Abhängigkeit endete auch nicht mit der Geburt, sondern erst viele Jahre später.

Es ist daher klar, dass Treue daher ein ganz wichtiger Auswahlfaktor war und auch heute noch ist. Verließ der Mann die schwangere Frau, waren sie und das Kind sie praktisch dem Tode geweiht. Das stellte seinerzeit tatsächlich ein großes Problem dar, denn genetisch sind Männer nicht gerade auf Treue gepolt. Vielmehr sind Männer stets bestrebt, ihre Gene so oft wie möglich weiter zu geben.

Zudem musste der Mann stark und klug genug sein, um Frau und Kind ausreichend ernähren und verteidigen zu können.

Schwache oder unbeholfene Männer schieden daher von vorn herein aus. Auch das hat sich bis heute nicht geändert.

Der Mann musste also ein guter Versorger sein und auch willens, diese Rolle über Jahre hinweg einzunehmen. Diese Eigenschaften sind es, die für Frauen bis heute eine gewichtige Rolle bei der Partnerwahl spielen. Nette oder betont rücksichtsvolle Männer scheiden daher für viele Frauen aus. Da nehmen sie lieber das Arschloch.

Männer, die sofort mit der Tür ins Haus fallen (und beispielsweise direkt mal ein paar Dickpics von sich versenden), scheiden ebenso aus, wie Jammerlappen, die nichts besseres zu tun haben, als über ihr Elend, ihre zahlreichen Krankheiten oder ihren beschissenen Job zu lamentieren.

Was wäre also eine gute Strategie, um das Herz einer Frau zu erobern?

  • Falle nicht gleich mit der Tür ins Haus. Beginne die Kontaktaufnahme nicht gleich mit einem offensichtlichen Flirt. „Boah siehst du hammermäßig gut aus“, mag Männern imponieren und auch Frauen hören es gerne, doch fühlen sie sich dann schnell bedrängt. Mein Tipp: Starte mit einem frechen Witz. Ja, sei ruhig richtig frech (aber nicht beleidigend). Das demonstriert Stärke.
  • Verkneife Dir JEDES Gejammer. Wenn es Dir nicht gut geht, halt lieber die Klappe. Von Deinen Zipperlein wird sie schon früh genug erfahren.
  • Erzähle von Job und Finanzen nur, wenn es etwas Positives zu sagen gibt, also nur dann, wenn Du in einer guten Position arbeitest und finanziell gutsituiert bist. Aber bloß nicht prahlen. Das wirkt abstoßend. Ansonsten kommt dieses Thema nur auf Nachfrage auf den Tisch. Dann aber ehrlich sein.
  • DU kontrollierst den Nachrichtenaustausch. Sei nicht permanent verfügbar, wenn sie nach Dir ruft. Du bestimmst, wann gechattet wird und wann Ende ist. Sei aber nicht rüpelhaft. Beende einen Chat beispielsweise mit einem Hinweis auf ein anstehendes Meeting oder berufliche Tätigkeiten.
  • Laufe ihr NIEMALS hinterher. Wenn sie sich nicht meldet, spiele bloß nicht das Schoßhündchen. Warte ein paar Tage ab. Meldet sie sich noch immer nicht, kannst Du einmal nachfragen. Wiederholt sich so etwas, lass sie ziehen! Sie hat kein Interesse.
  • Prahle nicht und gib niemals an. Angeber wirken immer schwach, weil nur Schwäche zum Angeben verleitet.
  • Der Wunsch nach einem realen Treffen geht immer von ihr aus. Wenn sie feststellt, dass Du in ihr Beuteschema passt, wird sie diesen Wunsch eher früher, als später äußern. Von Dir aus solltest Du niemals auf ein reales Treffen drängen. Damit würdest Du Dir alles zerstören.
  • Wenn Du Kinder aus einer früheren Beziehung hast, rede viel über sie. Du zeigst damit Deine Qualitäten als guter Versorger. Wenn allerdings alles, was Du über sie sagen kannst ist, dass Du sie im Stich gelassen hast, verschweige sie lieber. Verschweige auch, wenn Deine Kinder bei ihrer Mutter wohnen und Du sie nicht sehen kannst, darfst oder willst.

Letztendlich dreht sich alles darum, den typischen Steinzeitmann zu verkörpern, der durchaus geduldig auf seine Frau wartet, andererseits aber auch alle Zügel in der Hand hält, sich durchzusetzen weiß und sagt, wo es lang geht. Stärke zu demonstrieren, ist dabei wichtiger, als Geduld zu zeigen. Daher bekommen ungeduldige Arschlöcher noch immer mehr Frauen ab, als geduldige Weicheier. Stärke zeigen heißt aber nicht, pampig, frech, laut oder bewusst dominant zu sein. Es heißt auch nicht, Bilder von seinen Muckis zu versenden. Vergiss bitte nicht, dass sie zwar noch noch den gleichen Kriterien wie in der Steinzeit wählt, sich die äußeren Umstände aber inzwischen verändert haben. Stark ist heute, wem es gelingt, in gute berufliche Positionen aufzusteigen und dabei ein halbes dutzend Mitbewerber aus dem rennen zu kicken… um nur ein Beispiel zu nennen.

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